Es ist die Generation 50 plus, die aktuell das Internet für sich entdeckt. Wie eine Studie der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (AGOF) feststellte, benutzen mittlerweile 60 Prozent der 50 bis 59jährigen regelmäßig das neueste Medium, um einzukaufen, sich zu informieren oder auf Partnersuche zu gehen. In Anlehnung an das meist schon ergraute Haupthaar der besagten Klientel, spricht man auch von den so genannten „Silver-Surfern“. Abwertend ist diese Bezeichnung jedoch keinesfalls gemeint. Sie klassifiziert nur eine Gruppe, die immer stärker am Online-Markt partizipiert. Jeder Vierte Internetnutzer in der Bundesrepublik Deutschland gehört ihr an. Die Tendenz ist steigend. Die unterschiedlichen Branchen reagieren bereits auf den Trend, dass Senioren im Cyberspace auf dem Vormarsch sind. So erweitern Partnerbörsen ihr Angebot, richten spezielle Seniorenforen mit benutzerfreundlicher und leicht zu handhabender Benutzeroberfläche ein. Auch die Online-Shops, unter anderem Sportartikelhersteller, erweitern ihr Angebot im Netz. Neben den üblichen Trendsportarten gibt es nun auch spezielle Angebote für die „Silver Surfer“, so zum Beispiel bei Tennisbekleidung etc. Die Möglichkeiten sind dabei jedoch noch längst nicht ausgereizt. Will man auf Dauer die älteren User halten, sind weitere Anstrengungen notwenig. Gerade mit Blick auf die Generation ab 60 wird dies deutlich. Dort ist nur noch jeder Fünfte im World-Wide-Web unterwegs. Werden auch die Rentner irgendwann einmal erreicht, dann steht den Onlinebranchen ein gewaltiger Markt offen, der hohe Absatzchancen in sich birgt. In der Zukunft wird sich, auch durch den demographischen Wandel, das Internet weiter wandeln. Es wird älter werden, sich stärker mit den Bedürfnissen einer alternden Gesellschaft auseinandersetzen müssen, ohne dabei seine Innovativität und Anziehungskraft auch für die Jugend einzubüßen. Autor: Maik Langenberg zurück zu Lifestyle
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