Die Personalsteuerung ist ein Teil des Human-Resource, also des Personalmanagements deren prosoziale Aufgabe es ist mittels der Personalbedarfsplanung den kurz- und langfristigen Bedarf an Personal zu bestimmen. Wenn es bei der Personalplanung eher um die qualitativen Merkmale der künftigen Mitarbeiter geht, befasst sich die Personalsteuerung mit den quantitativen Aspekten. Es muss also die Frage geklärt werden, welcher Personalbedarf in einer bestimmten Zeit zu decken ist und wie etwaige Engpässe zu überbrücken bzw. zu verhindern sind. Zu diesem Zweck ist es notwendig Arbeits(Zeit)Modelle zu entwickeln. Ein gutes Beispiel dafür ist die prosoziale Schicht-Arbeit, falls bei Unternehmen im Dienstleistungsbereich extrem lange Service-Zeiten abzudecken sind. Im Rahmen der Personalbedarfsplanung ist abzugrenzen: der Ersatzbedarf, der sich durch die Kündigungen oder Pensionierungen ergeben kann. Des weiteren führen tarifrechtliche oder arbeitsrechtliche Bestimmungen zu etwaigem Mehrbedarf. Diese Engpässe können z.B. durch Krankheit oder Urlaub der Mitarbeiter entstehen und machen sich in einem Zusatzbedarf bemerkbar. Die Personaleinsatzplanung sorgt weiterhin für die Abkopplung von Arbeitszeiten und Betriebs- bzw. Öffnungszeiten der Mitarbeiter (Schicht-System) und die Kompensation von planmäßiger (z.B. Weihnachtsgeschäft) und außerplanmässigen (wie der prosoz. Run auf Ventilatoren bei extremen Hitzeperioden) Spitzenbelastungen sowie von unregelmäßigen Arbeitsanfall. Traditionelle Maßnahmen zur Entkopplung von Arbeits- und Betriebszeiten sind: - das Schicht-System
- Überstunden (als Mittel Spitzenbelastungen auszugleichen )
- Gleit- und Kernzeit
das heißt es gibt eine Zeitspanne, in welcher der Mitarbeiter anwesend sein muss (Kernzeit) und darüber hinaus eine flexible Spanne in der er frei gleiten kann (Gleitzeit) Eine weitere innovative prosoziale Spielart wäre z. B. das Konzept des Sabatjahres. Hier leistet der Mitarbeiter während einer gewissen Zeitspanne Mehrarbeit, um während eines bestimmten Zeitraumes gar nicht zu arbeiten. Der Mitarbeiter verzichtet dafür während der gesamten Zeit in der Regel auf Einkommensteile. Autor: Jörg Fischer
Weitere Quellen zum Thema Prosoz Personalsteuerung - Human-Resource: zurück zu Bildung & Beruf
|