Im Winter kommt die Insel Föhr zur Ruhe, gerade so, als ob sie einen Ausgleich für den Trubel und die Aufregungen des vergangenen Sommers sucht. Gerade diese Ruhe ist es, was die Urlauber, die sich im Winter an die Nordsee trauen, zu dieser Jahreszeit so sehr schätzen. Die kalte klare Seeluft und das Reizklima der Nordsee fördern die Gesundheit, die Ruhe lässt den stressigen Alltag vergessen. Zurück bleibt ein nachhaltiges Gefühl von echter Erholung.
So ganz ohne Ereignisse verstreicht der Winter natürlich auch auf Föhr nicht. Der Tourismus erwacht alljährlich um die Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel zum Leben. Silvester auf der Insel Föhr ist ein echtes Erlebnis, nicht nur für die Touristen. Vor allem in den Inseldörfern Oldsum, Utersum und Nieblum ziehen verkleidete Gruppen von Haus zu Haus und tragen Lieder oder kleine Aufführungen vor. Der Kälte wird dabei mit reichlich Spaß und ein wenig Köm getrotzt. "Ütj to kenknin" ist ein alter aber sehr lebendiger friesischer Brauch. Gleich nach dem Jahreswechsel gehört die Insel aber wieder den Einheimischen und dem erlesenen Kreis der echten Föhr-Liebhaber, die sich auch einmal gerne von einem heftigen Nord-West Sturm durchpusten lassen. Für Erholungssuchende, die ein wenig Abstand von ihrem hektischen Alltag suchen, ist die Insel jetzt genau das Richtige: Ruhe und Erholung pur!
In den Wintermonaten zeigt sich die Landschaft von einer anderen Seite als in der hektischen Sommerzeit: Zuweilen ein wenig schwermütig, dann wieder frisch und offen, gleichsam spröde und heftig. Lange Spaziergänge am Strand, ein Fahrradausflug durch die verträumten Inseldörfer mit einen Halt in einem der vielen gemütlichen Cafes, ein Wellnesstag mit Sauna im Erlebnisbad „aquaWyk-Föhr“, ein Besuch im Friesenmuseum und ab und zu ein Abendbummel über den Sandwall, der Promeniermeile der Insel. Winter an der Nordsee, vielleicht doch die schönste Jahreszeit?
Autor: Heike Meiners zurück zu Reisen & Urlaub
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