Das Volk der Asmat lebt im heutigen Irian Jaya, dass zu Indonesien gehört. Bis vor circa 60 Jahren lebten sie dort noch in völligem Einklang mit der Natur. Das hatte zur Folge,dass auch der von den Asmat getragenen Schmuck aus Naturmaterialien bestand und von ihnen selbst gefertigt wurde. Metalle waren Ihnen völlig unbekannt.So fand auch Gold und Silberschmuck keinerlei Verwendung. Ihr Schmuck bestand vor allem vor allem aus, auf Rotan aufgezogenen Samen,Tierzähne (Neuguinea Dingo, Kuskus, Wildschwein und verschiedene Nager), Schneckenschalen und Muscheln. Der wohl bekannteste und eindruckstvollste Muschelschmuck der Asmat ist wohl der Nasenschmuck, der aus der Meloschnecke gefertigt wurde und im Septum getragen wurde. Gefertigt wurde dieser Piercingschmuck aus der Melo, Cymbium oder auch Schöpfschnecke (melo amphora) Hierzu wurden zwei gleiche Teile der Schneckenschale in Form eines stilisierten Flughundes mit Hilfe von Steinwerkzeugen aus der äusseren Schneckenschale herausgeschnitten, an den Schnittstellen mit Rotanstreifen verbunden und dann mit Bienenwachs versiegelt.Das mittlere mit Bienenwachs behandelte Teil wurde dann im durchborten (gepiercten) Nasenseptum getragen. Seltener fungierten sie als Anhänger,die an Ketten, aus Pflanzenfasern getragen wurden. Dieser Schmuck verlieh dem Träger einen hohen Status in der Asmatgesellschaft und war fast ausschliesslich den Männern vorbehalten. Beliebt waren aber auch Perlmuttscheiben,die aus den Trennwänden der Kammern der Nautilus (nautilus pompilius) gefertigt wurden, die bei den Asmat ein sehr beliebtes Nahrungsmittel waren. Oft wurde durch das Siphon einfach eine Rotanfaser gezogen und die so musste das Schmuckstück nicht durchbohrt werden. Als Armschmuck fanden geflochetene Armbänder aus Rotanfasern oder zwei Eberhauer,die ebenfalls mit Rotan verbunden waren Verwendung . Ohrschmuck wurde meist in Form von Bambuspflöcken in den gedehnten Ohrläppchen getragen. Autor: Markus Kloppenborg zurück zu Lifestyle
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