Last Minute Reisen sind ein im deutschen Sprachraum weit verbreiteter Begriff. Es ist allerdings kein dem englischen entlehnter, wie man vielleicht denken könnte. Last Minute wird kaum ein englischsprachiger Mensch wirklich verstehen oder so einordnen, wie wir es tun. Man versteht darunter Reisen, die sehr kurzfristig gebucht werden. Ob Individual- oder Pauschalreisen, das ist egal. Einziges Kriterium ist, dass der Abreisetag innerhalb der nächsten vierzehn Tage liegen muss. Daher ist bei Last Minute Reisen auch mit größeren Schwankungen die Nachfrage betreffend zu rechnen, als bei normalen Urlaubsreisen. Das liegt vor allem an äußeren Faktoren, die bei der Planung des Urlaubs zu berücksichtigen sind. Liegen zum Beispiel Feiertage relativ ungünstig, so dass sie nicht mit dem Wochenende verbunden werden können und sich so ein längerer Urlaub ergeben könnte (ohne Urlaub beim Arbeitgeber zu beantragen), kommt eine Reise für viele Menschen nicht in Frage. Bis vor kurzer Zeit konnten Last Minute Reisen nur am Schalter auf den Flughäfen gebucht werden. Das hat sich inzwischen geändert. Nun ist die Buchung auch in Reisebüros oder ganz bequem von zu Hause aus im Internet möglich. Das Internet ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor für diese Art Reisen. Seit die Möglichkeit der Internetbuchung besteht, hat sich die Nachfrage für diese kurzfristigen Reisen enorm erhöht. Leider bedeutet die kurzfristige Buchung seit geraumer Zeit nicht mehr unbedingt auch eine Kostenersparnis. Beworbene Angebote für Last Minute können sich teilweise als genauso teuer oder sogar noch teurer als die klassischen Urlaubsreisen herausstellen. In vielen Fällen wird Last Minute also nur als Begriff für die Werbung eingesetzt. Nach dem Erfolg im Tourismus erfährt die Bezeichnung auch Verwendung in anderen Wirtschaftsbereichen. Autor: Mark Breuer zurück zu Reisen & Urlaub
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