Die Astrologie ist die Wissenschaft, die mit Hilfe von einem Horoskop eine Typologie des Menschen erstellt. Sie ist eine der ältesten Lehren von der pychologischen Konstitution des Menschen. Unsere Planeten bilden in jedem Augenblick ein Bild. Astrologen geben diesem Bild eine Bedeutung. Die Veränderungen der Planeten sind dabei von zentraler Bedeutung. Es existiert ein Zusammenhang zwischen Planet und Mensch, der nach Auffassung von Astrologen empirisch nachgewiesen werden kann. Man kann allerdings nicht eindeutig sagen, ob es sich hierbei um ein physikalisches Prinzip oder um ein kosmisches Analogie-Prinzip handelt. Wie in anderen Wissenschaften, die sich mit der Seele bzw. der Psyche des Menschen befassen, gibt es unterschiedliche Methoden und Lehren, die nicht so leicht verifiziert oder falsifiziert werden können. Es gibt jedoch einen regen Austausch über die unterschiedlichen methodischen Ansätze.
Das Horoskop ist die bildliche Darstellung der Sterne unseres Sonnensystems. In dem Augenblick unserer Geburt. Das Horoskop nimmt dabei die Perspektive des Geburtsortes an. Von diesem Ort, zu dieser bestimmten Zeit werden die Planeten betrachtet. Der Anfang des Tierkreises bildet der Widder. Astrologen wissen, dass der Widderpunkt wandert. So unterscheidet sich der tropische Tierkreis von dem siderischen Tierkreis. Der tropische Tierkreis hat jedoch zu besseren, treffenderen Ergebnissen geführt.
Die Prognosen beziehen sich auf die Struktur des Menschen, die ihm von Geburt an gegeben ist. Der Mensch ist also nach der astrologischen Lehre determiniert. Jedoch immer noch willensfrei, da er sich entwickeln kann und durch entsprechende Selbsterkenntnis Handlungsmöglichkeiten besitzt, die die Beschaffenheit des Einzelnen mit berücksichtigt. Die Deutung des Sternenbildes verhilft also zu mehr Selbsterkenntnis und einem glücklicheren Leben. Denn diese Erkenntnisse können für den Berufsweg, wie auch für die Partnerwahl bestens genutzt werden. Neben den individuellen Prognosen können auch Prognosen über kollektive, politische Begebenheiten erstellt werden.
Man muss sich die Astrologie als eine Art Messinstrument vorstellen, die die Ereignisse mit der Konstellation der Planeten vergleicht. Die Astrologie stellt Zusammenhänge zwischen Phänomen und Prinzip her. Dabei spielt die Zeit eine ganz wesentliche Rolle.
Es gibt verschieden Lehren. Die grundlegendste ist das Tetrabiblos von Claudius Ptoeaeus aus dem zweiten Jahrhundert. Danach folgte die arabische Astrologie und das umfassende Werk von Guido Bonatus. In Deutschland erlebte die Astrologie ihre Blütezeit in den 20-er und 30-er Jahren.
Autor: Marc Nagel zurück zu Lifestyle
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