Als Alternativen zu Sparbuch und Sparbrief sind Tagesgeldkonten inzwischen fast jedem Sparer bekannt. Allerdings weiß noch lange nicht jeder, wie sie funktionieren und wie sicher sein auf einem solchen Tagesgeldkonto angelegtes Geld tatsächlich ist, weshalb viele noch mit der Nutzung eines solchen Kontos zögern. Grundsätzlich handelt es sich bei einem Tagesgeldkonto im Gegensatz zum Sparbuch nicht um eine fest verzinste Sparform, sondern um eine mit variablen Zinsen. Es wird lediglich ein anfänglicher Zinssatz vereinbart, dessen Entwicklung im Laufe der Zeit von der Entwicklung der Leitzinsen der zuständigen Notenbank abhängt. Eins ist allerdings sicher: die auf ein Tagesgeldkonto gezahlten Zinsen übertreffen selbst in Tiefzinsphasen die Zinssätze der meisten Sparbücher und Sparbriefe um einiges.
Je höher allerdings der allgemeine Geldmarktzins, desto höher auch die Zinsen aufs Tagesgeld. Ein Tagesgeld Vergleich zeigt, dass im langfristigen Mittel die gezahlten Zinsen zwischen 3 und 5% pro Jahr schwanken. Das sind Zinssätze, die kaum ein Sparer auf ein Sparbuch oder einen Sparbrief erhält, egal wie viel Geld er dort anlegt. Was aber besonders vorsichtige Sparer interessieren wird ist die Tatsache, dass sämtliche Einzahlungen auf Tagesgeldkonten absolut sicher sind, wenn das kontoführende Kreditinstitut Mitglied in einem der Einlagensicherungsfonds ist, die es in der deutschen Bankenlandschaft gibt. Über einen solchen Fonds sind im unwahrscheinlichen Fall der Insolvenz eines Kreditinstitutes alle Einzahlungen und auch alle bereits erzielten Zinserträge in einer Höhe von bis zu 10% der Bilanzsumme des letzten testierten Jahresabschlusses abgesichert. Ein kurzer Blick auf die Bilanz eines Bankhauses zeigt, dass dies Beträge sind, die ein normaler Sparer im Laufe seines Lebens niemals erreichen wird, selbst wenn er die gesamten Einkünfte seines Berufslebens auf ein Tagesgeldkonto anlegen würde.
Somit sprechen Sicherheit und Verzinsung eindeutig für Tagesgeldkonten anstelle von Sparbüchern und auch die Verfügbarkeit ist nicht nur ebenbürtig, sondern darüber hinaus sogar wesentlich komfortabler: Während der Sparer bei einem Sparbuch in der Regel zwecks Einzahlung oder Abhebung zur nächsten Filiale seiner Bank gehen muss, können Transaktionen auf Tagesgeldkonten so gut wie bei jedem Anbieter online von zu Hause aus vorgenommen werden. Das bedeutet: keine Wartezeiten, keine Öffnungszeiten und bestmögliche Flexibilität. Wer all diese Punkte einmal sorgsam gegeneinander abwägt, wird sich zu recht fragen, wieso Sparbücher immer noch so weit verbreitet sind, wenn sie doch in allen Belangen weit abgeschlagen hinter Tagesgeldkonten rangieren.
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