Von Experten und Zahnärzten wird empfohlen, dass Bedürfnis des Saugens nicht mit dem Daumen befriedigen zu lassen, sondern mit dem Nuckel, da das Lutschen am Daumen schwerer abzugewöhnen ist, als das Abschaffen des Saugers. Das Bedürfnis des Saugens kann und sollte nicht unterbunden werden, da es für die kleinen Erdenbürger einerseits zur Nahrungsaufnahme unumgänglich ist und zum anderen durch die Stimulation der Nervenenden eine beruhigende Wirkung hat. Da die Gewöhnung an den Schnuller schnell geschehen ist, sollte auf den „Richtigen“ geachteten werden.
Es gibt viele verschiedene Arten von Saugern. Wichtig ist auf jeden Fall die kiefergerechte Form des Saugers. Das heißt, der Sauger sollte eine abgeflachte Seite besitzen. Von der Verwendung der so genannten Kirschsauger ist abzuraten, da sie die vorgenannte kiefergerechte Form nicht besitzen und es somit zu Fehlstellungen des kindlichen Kiefers kommen kann. Die Sauger weisen nicht nur verschiedene Formen auf, sondern es gibt sie auch in verschiedenen Gummiarten. Diese sind am häufigsten Silicon und Latex. Der Siliconsauger sollte nur solange verwendet werden, solange das Kind noch keine Zähne hat, da Silicon leichter zerbissen werden kann und somit Kleinteile verschluckt werden können. Der Latexsauger kann von Anfang an verwendet werden und sollte auf alle Fälle bei Kindern mit Zähnen verwendet werden. Jedoch ist ein geringes Allergierisiko bei einem Latexsauger eher gegeben als bei einem Siliconsauger. Weiterer Nachteil bei der Verwendung des Latexsaugers ist, dass er schneller verunreinigt, da er großporiger als ein Siliconsauger ist und sich somit schneller Keime darin festsetzen können. Es ist also ständig auf eine gründliche Reinigung der Latexsauger zu achten und nach 4 Wochen sollte der Sauger erneuert werden. Eine Reinigung kann durch Auskochen oder Vaporisieren erfolgen. Von der Reinigung im Geschirrspüler hingegen ist abzuraten.
Der Schnuller sollte spätestens zum 4. Geburtstag ausgedient haben, da eine längere Anwendung nicht nur Schäden an der Kieferform hervorruft, sondern auch zu Sprachfehlern bei S- und Z-Lauten führen kann.
Autor: Andrea Bracht zurück zu Familie & Kinder
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