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notepad Was ist eine Krankentagegeldversicherung?
(Versicherungen)
 

Die Krankentagegeldversicherung ist dafür gedacht, die daraus resultierenden finanziellen Nachteile abzufedern. Es gibt hierbei mehrere zu unterscheidende Formen, abhängig davon, in welchem Arbeitsverhältnis man steht und wie man versichert ist. Hierbei sollte man bedenken, dass nicht nur das allernötigste abgesichert werden sollte, denn auch Krankheit kostet Geld. Gerade gesetzlich Versicherte kennen das Problem, dass sie viele Medikamente und Behandlungen aus der eigenen Tasche bezahlen müssen. Allgemein gilt weiterhin, dass das Krankentagegeld steuerfrei ist, da es sich an den Nettoeinnahmen orientiert. Es wird üblicher Weise für jeden Tag, also auch für Sonntage und Feiertage gezahlt.

Arbeiter und Angestellte mit gesetzlicher Krankenversicherung erhalten ihre Lohnfortzahlung nur für 6 Wochen vom Arbeitgeber. Im Anschluss daran kann eine Krankentagegeldversicherung als Zusatz zu der von der Krankenkasse getragenen Lohnfortzahlung die Differenz zum theoretischen Nettoverdienst übernehmen. In der Regel wird die volle Dauer der Arbeitsunfähigkeit, auch bei Berufsunfällen bzw. Berufskrankheiten inkl. Leistungsanpassungen gezahlt. Es gibt bei der Zahlung gewisse Obergrenzen, die aber ohnehin schon beim Vertragsabschluss beachtet werden sollten. Für Arbeiter und Angestellte mit privater Krankenversicherung verhält sich der Schutz analog zu dem der gesetzlich Versicherten. Da diese jedoch im Regelfall ihre Krankentagegeldversicherung bei der gleichen PKV haben, wie auch ihre Krankheitskosten-Vollversicherung, sind die Tarife wesentlich günstiger und es gibt teilweise auch mitversicherte Zusatzleistungen bzw.- zahlungen.

Besonders wichtig ist die Krankentagegeldversicherung für Selbständige und Freiberufler, welche durch Krankheit bedingt oftmals sehr hohe finanzielle Einbussen haben bzw. bei Krankheit keinerlei Einnahmen mehr verzeichnen können. Der Leistungsumfang entspricht dem, was auch Arbeitnehmer von einer Krankentagegeldversicherung erwarten können. Da Selbständige und Freiberufler selbst jedoch keinen Arbeitgeber haben, der die Lohnfortzahlung übernehmen könnte, haben diese die Möglichkeit, den Leistungbeginn der Krankentagegeldversicherung schon früher greifen zu lassen. Gängige Startzeitpunkte sind z.B. der 4., 8. oder 16. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Die Tarife sind beliebig kombinierbar, so dass man nach persönlichem Geschmack seine Absicherung und die dafür nötigen Kosten anpassen kann. Freiberufler haben meist niedrigere Beiträge zu zahlen, als Selbständige.

Für Arbeitgeber besteht weiterhin die Möglichkeit, den finanziellen Risiken durch die notwendige Lohnfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmern sowie dem Geschäftsführer einer GmbH durch eine entsprechende Krankentagegeldversicherung entgegenzuwirken. Diese Form wird auch als Arbeitsausfallversicherung bezeichnet und bietet ähnliche Möglichkeiten des Versicherungsschutzes, wie bei Freiberuflern und Selbständigen.

Autor: Norbert Schröder

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