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notepad Geldmarktfonds im Sog der Hypothekenkrise
(Business & Finanzen)
 

Geldmarktfonds, das war für viele Anleger seit Jahren eine zuverlässige und absolut sichere Anlageform, bei welcher man maximal durch die laufenden Gebühren des Fonds Verluste machen konnte. Da Geldmarktfonds in kurzlaufende Geldmarktpapiere investieren, war es - so sahen es zumindest die meisten Privatanleger – gar nicht möglich, eine negative Rendite zu erzielen. Und so wurden diese Fonds seit Jahr und Tag als Alternative zu Tagesgeld oder Festgeld empfohlen. Die US-Hypothekenkrise hat die Anleger diesbezüglich aber eines besseren belehrt. Zum ersten Mal in der Geschichte hat eine breite Anzahl solcher Fonds eine negative Wertentwicklung erzielt. Besonders betroffen waren dabei Fonds, die zu einem Teil oder gar überwiegend in so genannte Asset-Backed-Securities (ABS) investiert waren oder noch heute sind. Diese verbrieften Forderungen aus dem amerikanischen Immobilienbereich waren es, die zu diesen Verlusten führten. Eine Serie von Leitzinserhöhungen in Verbindung mit den in den USA üblichen variabel verzinsten Immobilienkrediten hat dazu geführt, dass eine Reihe von Kreditnehmern ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte. Die ersten Zwangsversteigerungen wurden durchgeführt und das Angebot an Immobilien überstieg auf einmal die Nachfrage. So bildete sich eine Kettenreaktion, die zu besagter Finanzkrise führte. Wie bedeutsam der Leitzins für die Gesamtbelastung bei Immobilienkrediten ist, versteht man sehr schnell, will man einmal eine Baufinanzierung berechnen. Da diese durch ABS hinterlegten Kredite nicht mehr bedient werden konnte, kam es zu den besagten Kursverlusten bei den als so sicher geltenden Geldmarktfonds. Anleger, die ihr Geld in Geldmarktfonds anlegen wollen, sollten daher unbedingt darauf achten, dass es sich um so genannte reine Geldmarktfonds handelt, die nicht in solche ABS, sondern wirklich nur in Guthaben und andere Wertpapiere des Geldmarktes investieren. Wertentwicklungen von – 4,5 Prozent, wie sie einzelne geldmarktnahe Fonds im August 2007 aufgewiesen haben, machen deutlich, wie ungeeignet solche Mischformen zur Anlage des eigenen Notgroschens oder Ersparten sind. Hier sollten Anleger entweder zu reinrassigen Geldmarktfonds, oder aber zum bewährten Fest- oder Tagesgeld greifen.

Autor: Daniel Franke

 


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