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notepad Erbkrankheiten durch Vaterschaftstests erkennen
(Gesundheit & Medizin)
 

Die Gen-Forschungen nehmen immer weiter zu. Der sogenannte Vaterschaftstest dürfte wohl der bekannteste Gentest sein. Über 50.000 Tests in einem Jahr werden in Deutschland durchgeführt, bei ca. 80% der Tests ergeben sich positive Ergebnisse, sprich in 80% der Fälle wird die Vaterschaft bestätigt. Aber lassen sich auch verschiedene Erbkrankheiten durch einen Vaterschaftstest feststellen? Kann man neben der Tatsache, ob man der Vater ist oder nicht, ebenfalls erfahren, ob eventuelle Erbkrankheiten an das Kind weitergegeben wurden? Leider ist dies nicht möglich.

Auch wenn bei einem Vaterschaftstest oder bei der Definierung genetischer Fingerabdruck von einer genetischen Analyse gesprochen wird, entspricht dies nicht ganz den Tatsachen. Beim Vaterschaftstest werden nämlich nur bestimmte Regionen auf Chromosomen auseinanderklamüsert. Man kann hieraus dann nur folgern, ob sich zwei DNA-Proben gleichen oder auch nicht gleichen. Die weiterführende Genanalyse stellt ein komplexeres Themengebiet dar, worauf hier nur in groben Zügen eingegangen werden soll. Die Gentechnologie erlaubt es den Wissenschaftlern heute, generell nach krankheitsrelevanten Genen (welche bereits bekannt sind) zu forschen.

Hierbei werden die Genmutationen mit den Genen der zu testenden Person verglichen. Stimmen die Informationen überein, geht man von einer genetisch bedingten Erbkrankheit aus. Wie auch beim Vaterschaftstest kann eine Genanalyse bezüglich evtl. Erbkrankheiten bereits im Mutterleib durchgeführt werden, um beispielsweise auf eine Krankheit hinzuweisen, welche im Einzelfall evtl. zu der Entschließung der Mutter führt, das Kind abtreiben zu lassen. Ebenfalls wird die Gentechnik auch für die in Deutschland nicht erlaubte Präimplantationsdiagnostik verwandt.

Hierbei wird bei einem künstlichen Embryo eine Probe entnommen und auf Erbkrankheiten der Elter (Spender) untersucht. Diese können dann hinterher entscheiden, ob das Embryo in die Gebährmutter eingepflanzt werden soll oder nicht. In Deutschland ist diese Diagnostik verboten. Letztendlich lässt sich durch ein Vaterschaftstest nicht feststellen, ob eine der ca. 1500 erforschten Erbkrankheiten vererbt wurden oder nicht. Hier müsste man dann einfach „abwarten“.

Autor: Kerstin Becker

 


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