An Armen, Beinen und am Bauch lagern sie sich besonders gern an – kleine Fettpölsterchen. Auch eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung können ihnen oftmals nichts anhaben. Sie bleiben hartnäckig dort, wo sie sind. Unter einem geschickt gewählten Outfit lassen sie sich oftmals auch problemlos verstecken, doch je knapper und enger die Mode – wie beispielsweise im Sommer – desto mehr fallen auch die ungeliebten Fettpolster auf. Wer die störenden Fettreserven loswerden möchte, dem bietet sich seit einiger Zeit eine effektive Möglichkeit: die Fettwegspritze.Ursprünglich wurde die Fettwegspritze – auch als Injektionslipolyse bekannt – in Brasilien entwickelt. Mittlerweile wird sie aber auch häufig in Europa genutzt, um kleinen Fettdepots den Kampf anzusagen. Besondere Vorteile dieser Behandlungsmethode sind die unkomplizierte Anwendung und der große Nutzen. Bisher konnte nämlich noch nicht beobachtet werden, dass sich an behandelten Stellen neue Fettdepots nachbilden. Des Weiteren ist der Patient im Normalfall unmittelbar nach der Behandlung wieder arbeitsfähig, längere Ausfallzeiten müssen nicht einkalkuliert werden. Mit der Fettwegspritze gut behandelbar sind kleinere Fettdepots an Beinen, Armen, Bauch oder Kinn sowie Tränensäcke. Nicht geeignet ist diese Methode bei größeren Fettpolstern. Hier bietet sich die Fettabsaugung als Alternative an. Als Wirkstoff wird bei der Behandlung mit der Fettwegspritze ein Mittel injiziert, das aus Sojaöl gewonnen wird. Dieses Medikament findet in der Humanmedizin auch Anwendung, um erhöhte Blutfettwerte zu reduzieren. Als natürliches Fett-Transportmittel enthält es das körpereigene Lecithin, welches das Fett auflöst und auf natürlichem Wege abtransportiert.In den meisten Fällen sind die Injektionen gut verträglich. Bei Personen, die allergisch auf Sojaprodukte reagieren, kann die Behandlung allerdings nicht erfolgen. Einige Stunden nach der Injektion können an den behandelten Stellen Schwellungen und Rötungen auftreten. Diese klingen aber in aller Regel bereits nach wenigen Tagen wieder ab. Nach etwa 14 Tagen sind erste Erfolge sichtbar. Für ein optimales Resultat ist es empfehlenswert, die Behandlung in einem Abstand von zwei bis drei Wochen bis zu drei Mal zu wiederholen. Autor: Dr. med. Wolfgang Thriene zurück zu Gesundheit & Medizin
|