Kaum ein Hobbyspieler kann es sich leisten, seinen Tennisschläger von einem Fachmann auswählen zu lassen. Bei Spielern aus dem Profizirkus ist dies zweifelsohne anders. Hier werden die Schläger speziell nach den Wünschen der Stars konzipiert. Ein Andy Roddick verfügt daher gewissermaßen über ein maßgeschneidertes Spielgerät. Allerdings ist auch die Suche des „normalen“ Tennisspielers nicht vergeblich, wenn einige Leitsätze beachtet werden, die für die Auswahl eines individuell passenden Schlägers aufgestellt werden können. Kopfgröße, Gewicht, Saitenbild, Rahmenhärte, Balance und Länge sind solche Kriterien. Allgemein soll ein Tennisschläger eine möglichst hohe Beschleunigungsfähigkeit, bei bestmöglicher Ballkontrolle und größter Armschonung gewährleisten. Ein Racket, das all dies erfüllt, gibt es nicht. So gilt etwa, dass je größer die Kopfgröße des Schlägers ist, desto mehr Power hat es auch. Dafür ist eine bessere Kontrolle gewährleistet, je kleiner der Kopf ist. Die Armschonung ist wiederum bei einem großen Schlägerkopf optimal. Derlei Kriterienkatalog lässt sich auch für die übrigen Komponenten zusammenstellen. Ein langer Schläger hat zum Beispiel viel Power, dafür umso weniger Ballkontrolle. Auf den Grad der Armschonung hat die Schlägerlänge hingegen keine unmittelbaren Auswirkungen. Wie jetzt klar sein dürfte, muss beim Kauf auf viele verschiedene Dinge geachtet werden. Viele Punkte kann man erst dann beurteilen, nachdem man mit dem Schläger gespielt hat. Deshalb ist es durchaus üblich, sich bei einem Sportfachgeschäft vor dem Kauf erst einmal einen Schläger zum "Probespielen" auszuleihen. Danach kann man erst mit Sicherheit sagen, ob der Schläger zu der jeweiligen Spielart passt und man mit ihm klarkommt. Ein voreiliger Kauf eines Schlägers ist hingegen nicht zu empfehlen. Autor: Maik Langenberg zurück zu Sport & Fitness
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