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notepad Klassenfahrten und Erlebnispädagogik
(Reisen & Urlaub)
 

Klassenfahrten und Schullandheime  werden heute mehr und mehr dazu genutzt, soziale Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen, die im sonstigen Lehrplan keinen Platz finden, mit in den Lehrplan einzubeziehen. Wer früher als Lehrerin noch so eben mal eine Woche nach Sylt oder Rimini fuhr  überlegt sich heute berechtigterweise zweimal, wo Sinn und Grenzen einer solchen Fahrt wohl liegen mögen. Man muss auch nicht um den heißen Brei reden: Es ist mit manchen Klassen heute einfach "nicht mehr drin"... Und die berechtigte Frage lautet immer häufiger: Warum denn auch? Wo liegt der Nutzen einer solchen Fahrt? Wo der Mehrwert? Und was sind die Alternativen?

Was in vielen Schulen heute schon "Pflicht" oder Vorgabe seitens des Schulleitbildes ist wird immer häufiger zur Normalität: Die Klassenfahrt oder Abschlussfahrt mit Erlebnispädagogischen Inhalten zu füllen oder gar gleich bei Erlebnispädagogischen Anbietern zu buchen.

Hier wird bei professionellen Anbietern im Vorfeld und bei der Planung der Bedarf ermittelt, der aktuelle Stand der Klasse, aber auch Wünsche und Befürchtungen der SchülerInnen eruiert und mit der Klasse abgesprochen. Ein professionelles Trainerinnenteam betreut die Gruppe bereits im Vorfeld, vor Allem aber während des Aufenthaltes, der inhaltlich keine Langeweile aufkommen lässt, die Klasse zu Neuem provoziert und so spielerisches Lernen ermöglicht. Es werden Themen wie Kommunikation und der gemeinsame Umgang thematisiert, beispielsweise mit Interaktionsspielen oder „Team- Tasks“ die Zusammenarbeit trainiert, es werden kleine Erfolgserlebnisse zelebriert und das erfahrene Wissen in den Alltag integriert. Im Normalfall bauen die Bausteine einer solchen Woche aufeinander auf, sodass auch Highlights wie Klettern, Abseilen, Nachtaktionen und viele mehr am Ende den SchülerInnen zeigen, dass nicht nur sie als Gruppe, sondern auch jeder Einzelne über seine Grenzen hinauswachsen kann. Aber auch das Erkennen der eigenen Grenzen und das klare Formulieren derselben werden geübt und trainiert. Und ganz wichtig: Der respektvolle Umgang vor den Grenzen und dem "Anderssein" der anderen...

Wer hier die amerikanischen Bootcamps im Kopf hat der liegt völlig daneben. Erlebnispädagogik hat mit solchen fragwürdigen Erziehungscamps nichts zu tun. In der Erlebnispädagogik geht es nicht um aufoktroyiertes Lernen, sondern um subjektive Erkenntnisse. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, es gibt keine Noten und kein "Durchfallen". Es geht um Ressourcenorientierung, das Erlernen von einem "normalen" Miteinander und- nicht zuletzt- um Persönlichkeitsentwicklung.

Mittlerweile werden Klassenfahrten auch themenzentriert angeboten- also unter dem Motto "Kennenlerntage" bei einer neuen Klasse, unter dem Motto "Kommunikation" oder um Teamentwicklung wenn es um soziale Kompetenzen gehen soll... Aber auch Themen wie Mobbing, Bullying oder ähnliche werden von professionellen Anbietern angeboten.

Und für die SchülerInnen geht es natürlich vorwiegend um eins: Spaß haben in der Gemeinschaft und neue Dinge erleben. Und das Thema Spaß steht bei diesen Fahrten ganz weit oben...

Autor Leir Cornelissen


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