Bei der Begriffsdefinition Stil denkt man oft im ersten Augenblick an etwas Geschmackvolles, Ästhetisches, Edles und womöglich Apartes. Dabei bezeichnet Hebidge den Stil der Kleidung zwar unter anderem als etwas, das den Rang, das Selbstbild und die Attraktivität mitteilt (Hebdige 1983, S.93), aber keineswegs als etwas durchweg Positives. Woher kommt es also heut zu tage zu dieser Assoziation? Denn genau im umgekehrten Sinne neigen viele dazu einen Mitmenschen ohne Manieren, mit unangemessener Kleidung oder „falscher“ Frisur also stillos zu betiteln. Dies ist nur ein weiterer betrachtenswerter Aspekt, der aber hier nicht weiter erörtert wird, da zunächst die Frage der Aktualität des Modells von Hebdige geklärt werden soll. Die Wahl fiel daher auf ein adäquates Beispiel einer Schauspielerin sowohl für stilvolles Auftreten im Sinne des guten Geschmacks als auch für Coolness, auf die später eingegangen werden soll. Diese Strategien haben sich in der legendären Audrey Hepburn manifestiert, die bis heute die Damenmodebeeinflusst. Memorabel sind ihre Eleganz und ihre Grazilität, ihr mädchenhafter Charme und natürlich ihre großen braunen Augen. Das Publikum lag ihr schon 1961, als der Film "Frühstück bei Tiffany" herauskam, zu Füßen und noch heute ist es wohl einer der beliebtesten Klassiker. Die eklatant geschaffene Künstlichkeit einer mondänen Stilart im Film („...und sie trug ein schlichtes, schwarzes Kleid, schwarze Sandaletten, eine halsenge Perlenkette.“) wird durch Kodes wie die fliegenhafte Sonnenbrille und das „kleine Schwarze“ kommuniziert als auch durch eine flatterhafte und unkonventionelle Lebensart der Holly Golightly (Audrey Hepburn) in der Hauptrolle, die sich wohlgemerkt auf den ersten Blick unübersehbar an diesem Lebensstil ergötzt. Autor: Dorian Wurstbursch zurück zu Lifestyle
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