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notepad Wertanlage Briefmarke
(Hobby & Spiele)
 

Briefmarken Sammeln ist auch heute noch ein beliebtes Hobby bei jung und alt. Ob reine Motivsammlung oder wertvolle Spezialsammlung, wer einmal vom Sammelfieber befallen wurde, hört so schnell nicht wieder damit auf. Doch die klassischen Sammelgebiete wie Briefmarken aus der DDR, Bund, Berlin oder Deutsches Reich finden viele Sammler inzwischen langweilig, immer mehr Sammler konzentrieren sich auf eng begrenzte Sammelgebiete wie Briefmarken Abarten aus einer bestimmten Zeitperiode, echt gelaufene Ersttagsbriefe oder Dienstmarken, die beispielsweise nur zu dienstlichen Zwecken ausgegeben worden sind.
Verschiedene Verlage bieten für jedes noch so ausgefallene Sammelgebiet einen speziellen Briefmarkenkatalog an, selbst für sehr exotische Sammelgebiete wie Markenheftchen existiert eine sehr umfangreiche Literaturliste.
Zu den interessantesten Briefmarkensammlungen gehören wohl allgemein die Ganzsachen, also Briefe oder Karten, die bereits einen Wertaufdruck haben und keine zusätzliche Briefmarke benötigen. Da hier direkt der gesamte Briefumschlag bzw. die Postkarte gesammelt wird, kann man an echt gelaufenen Ganzsachen auch einiges über die Absender, Herkunft und Umstände für das Schreiben erfahren.
Aber auch Abarten, also Briefmarken, die vom gewünschten Erscheinungsbild in Form oder Farbe abweichen, sind ein beliebtes Sammelgebiet. Ob Marken mit Fehler in der Zähnung, der Gummierung oder beim Druck, Abarten sind in der Regel um ein vielfaches wertvoller als fehlerfreie Exemplare. Auch hier gibt es umfangreiche Literatur sowie Briefmarkenkataloge für alle Arten von Briefmarken Abarten.
Wer jetzt denkt, daß Briefmarken eine gute Wertanlage sein müssen, wird schnell merken, daß dies ein Trugschluss ist. Wer beispielsweise in den letzten Jahrzehnten regelmässig postfrische Marken aus Deutschland gekauft hat, bekommt heute für seine Sammlung kaum mehr den Nominalwert. In letzter Zeit werden immer häufiger postfrische Jahrgänge Bund unter dem Nominalwert bei Briefmarkenauktionen - und Versteigerungen verkauft, reich wird man durch das Hobby Briefmarken Sammeln also kaum noch.
Selbstverständlich gibt es hier auch Ausnahmen, so tauchte im Jahr 2004 die Wohlfahrtsmarke Audrey Hepburn aus dem Jahr 2001, die aus lizenzrechtlichen Gründen nicht verausgabt werden durfte, 3 mal in Deutschland auf. Zwei dieser Marken wurden für knapp 50.000 Euro verkauft, eine dritte Marke, ein besonders begehrtes Eckrandstück, gar für über 100.000 Euro. Alle Finder hatten die Marke mehr oder weniger zufällig beispielsweise in Kiloware entdeckt, es ist also durchaus möglich, daß noch so mancher Schatz in den Alben ahnungsloser Hobbysammler schlummern.

Autor: Hendrik Reinhold


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